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Wer war eigentlich dieser Knigge?

Einer der ersten „Vermittler“ von Bildung und Umgangsformen war Erasmus von Rotterdam (1466- 1536), der mit seinen „Erziehungsbüchern“ für Fürsten (Fürstenspiegel) und seinem Benimmbuch einen Leitfaden vorgegeben hat. Soziologisch ausgerichtet war auch das 1788 erstmals herausgebrachte Werk „ Über den Umgang mit Menschen“ des Freiherrn von Knigge (1752 - 1796). Im Gegensatz zur landläufigen Meinung handelte es sich bei der ersten Auflage keineswegs um eine Anstandsfibel mit Regeln über korrektes Verhalten bei Tische oder Ähnlichem. Erst nach seinem Tod wurde es immer wieder von unterschiedlichen Herausgebern umgeschrieben und publiziert. Diese überarbeiteten es immer mehr zur Anstandsfibel, zu einem ‚modernen Knigge‘, bis das Buch zur Unkenntlichkeit verändert worden war. Knigge selbst war jedoch an solchen Ratschlägen völlig desinteressiert, ob etwa beim festlich gedeckten Tisch Messerbänkchen zulässig seien.

Es ging Knigge vielmehr darum, wie man als Mensch in einem Sozialgefüge ein angenehmes Leben führen kann: Er war für Geist, Bildung, Herzlichkeit, Authentizität, Ethik und Moral.

Dazu gehören natürlich auch Erziehung und gute Umgangsformen.

 

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